Karate Schule Thun
Karate Schule Thun

KARATESCHULE THUN

Schule für traditionelles Karate

Die Lehrer-Schüler Beziehung

Im Traditionellen Karate ist die Lehrer-Schüler Beziehung zentral und fundamental.
Wir zeigen hier Kurz die Charakteristika und das Wesen dieser wirklich einzigartigen Beziehung.

Der japanische Begriff für Lehrer ist "Sensei".
"Sensei" bedeutet wortwörtlich "zuerst geboren" und drückt am Besten das Konzept aus, welches den Lehrer als jemanden sieht, der sich vor uns auf den Weg gemacht hat, eine Wegleitung, welche sich vor langem auf einen Weg menschlichen, technischen und spirituellen Wachsens, welche die nötige Erfahrung besitzt um andere, seine Schüler, auf dem von ihm zuvor in Angriff genommenen Weg zu weisen und zu leiten.

Der Weg des Werdegangs und Wachsens des Schülers ist alles andere als einfach und erfordert unermüdlichen Willen und Entschlossenheit um Momente der Schwierigkeit und Prüfungen welche sich einem im Laufe der Zeit unausweichlich stellen werden zu überwinden. Unter diesen Umständen ist der Schüler alleine orientierungslos und die Grenze, sei sie fiktiv oder real, erlaubt es ihm nicht weiterzukommen.

Gerade in diesen Momenten ist die Schüler-Lehrer Beziehung entscheidend und kann den Unterschied machen. Es ist gerade in diesen Momenten der Krise wo die tiefe Erfahrung des Lehrers, zusammen mit dem aufrichtigen Vertrauen des Schülers, das Limit in eine Gelegenheit und die Prüfung in Erfolg verwandeln können (das japanische Ideogramm "Krise" beinhaltet die beiden Bedeutungen Gefahr und Möglichkeit).

"Die intelligente Spannung", welche der Lehrer bewusst schafft, ist dasselbe Instrument mit welchem der Lehrer geschmiedet wurde und mit welchem er schmiedet um die Beziehung zu verstärken und den Schüler vorzubereiten um seinerseits Lehrer zu werden.
Es ist das Gegenübertreten von Schwierigkeiten, welches den Schüler besser werden lässt und die überwindung derselben welche deren Grad bestimmt!

Es ist jedoch wichtig zu betonen dass Lehrer und Schüler nicht Titel oder Qualifikationen sind, sondern dynamische Beziehungen; Lehrer und Schüler sind vielmehr als Verben, die Haltung, Verhalten und Aktionen beschreiben zu verstehen denn als statische Namen.

Wenn die Verbindung Lehrer-Schüler unterbrochen wird, verschwinden die Rollen des Lehrers und des Schülers und die Beziehung löst sich nicht nur auf, sondern es ist als hätte sie gar nie bestanden, weil die Grundlage verschwindet die sie real werden lässt.

Von diesem Blickwinkel betrachtet, annulieren der Schüler, der seinen Lehrer verlässt, weil er sich vor einer Schwierigkeit befindet, oder der Lehrer, der sich vom Schüler abwendet, weil er ihn für unfähig hält, die Wirkung und die Existenz: Es existieren also keine Ex-Lehrer oder Ex-Schüler!

Ähnlich, gemäss derselben Logik, sagte Kase Taiji Sensei:
"Wer mit Karate aufhört ist, wie wenn er es gar nie gemacht hätte."

Der Weg verlangt Anstrengung, konstante Anstrengung, und es ist kein Halt vorgesehen. Die dritte Regel im Dōjō-Kun von Sakugawa Sensei ist in der Tat: "Hitotsu. Doryoku no Seishin o Yashinau Koto" "Pflege den Geist der konstanten Anstrengung".

Bevor man den Weg mit einem Lehrer in Angriff nimmt und somit die Rolle als Schüler akzeptiert, muss man von ehrlichen und ernstgemeinten guten Absichten angetrieben sein, und sich zuvor bewusst sein, dass derjenige welcher anhält oder aufgibt, auf spiritueller Ebene, in der Beziehung zwischen Lehrer und Schüler und auf dem Weg, ist als hätte er gar nie gespielt und, wie im Gänsespiel, zum Anfang zurückkehrt.

Wir möchten uns bei der Associazione Culturale Kokoro International für die Bilder, die Unterlagen und die Unterstützung bedanken.
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